Die kontinuierlich steigende Nachfrage veranlasste die Unternehmens-leitung schon im Jahre 1931 zur Errichtung eines Thiele- Hochleistungsofens mit einer Tageskapazität von rund 100 Tonnen. Zu dieser Zeit wurde Zement noch in Fässern zu je 200 kg ausgeliefert. Die Kapazität konnte mit der Nachfrage nicht mithalten. Die Wietersdorfer investierten in einen modernen Lepol-Drehofen mit einer Leistung von 200 Tagestonnen. Bis kurz vor Ende des 2. Weltkrieges wurden die Kapazitäten des Werkes voll ausgeschöpft. 1940 beauftragte die Verkaufsgemeinschaft Süd-Ost (eine staatlich kontrollierte Gesellschaft) die Wietersdorfer, 71.000 Tonnen (= 355 Tage maximal Kapazität) Zement zu liefern. Theoretisch erfreuliche Aufträge für die Eigentümer, allerdings mussten aus den Erträgen „Spenden“ an „Adolf Hitler Spenden der deutschen Wirtschaft“ und 18,5% Kriegszuschlagssteuer gezahlt werden.