Kärntner Familienunternehmen hält Umsatzbasis trotz eines volatilen Marktumfelds, hohem Wettbewerbsdruck und handelspolitischer Unsicherheiten nahezu stabil.

 

Klagenfurt, 30. Juni 2026 – Die Wietersdorfer Gruppe blickt auf ein herausforderndes Geschäftsjahr 2025 zurück. Trotz gedämpfter Weltkonjunktur, schwacher Bau- und Industrieimpulse sowie volatiler internationaler Projektmärkte hielt das Kärntner Familienunternehmen seine Umsatzbasis weitgehend stabil. Der weltweite Gruppenumsatz lag 2025 bei 1,09 Milliarden Euro und damit um 1,3 Prozent unter dem Vorjahr. Nach mehreren Internationalisierungsschritten standen im abgelaufenen Geschäftsjahr die Integration neuer Gesellschaften, die aktive Portfolio-Steuerung sowie ein konsequentes Kostenmanagement und eine intensive Marktbearbeitung im Fokus.

Konsolidierung nach internationaler Expansion

Die Wietersdorfer Gruppe hat ihre internationale Präsenz in den vergangenen Jahren konsequent ausgebaut. Nach dem Markteintritt in Afrika, dem Aufbau der Geschäftsaktivitäten in Lateinamerika und dem Eintritt in den australischen Markt lag der Fokus 2025 auf der operativen Konsolidierung. Die Integration neuer Gesellschaften wurde vorangetrieben, Strukturen und Prozesse wurden geschärft und internationale Projektchancen mit Fokus auf Kostendisziplin und intensiver Marktbearbeitung gesteuert. „Das Jahr 2025 war keine Fortschreibung des linearen Wachstums. Nach mehreren Internationalisierungsschritten war es entscheidend, neue Gesellschaften organisatorisch und operativ zu integrieren, Prozesse weiterzuentwickeln und internationale Projektchancen bei gleichzeitig konsequenter Kostenkontrolle und Risikosteuerung zu realisieren“, erklärt Michael Junghans, CEO der Wietersdorfer Gruppe.

Europa bleibt stärkster Markt der Unternehmensgruppe

Europa blieb auch 2025 der umsatzstärkste Markt der Wietersdorfer Gruppe, die in den fünf Geschäftsfeldern Zement und Beton, Kalk, GFK-Rohrsysteme, PP-Rohrsysteme und Industriemineralien tätig ist. Der Umsatz in Europa belief sich auf 830,7 Millionen Euro. Damit wurden rund 76 Prozent des Gruppenumsatzes in Europa erwirtschaftet. Besonders die Alpe-Adria-Region blieb ein stabiler Faktor der Unternehmensgruppe, die dort vor allem mit den Geschäftsfeldern Zement & Beton, Kalk und Industriemineralien historisch stark verankert ist.

Umsatzstärkstes Land innerhalb der Wietersdorfer Gruppe war 2025 Österreich mit einem Anteil von 15,3 Prozent am Gruppenumsatz und einem Plus von 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Umsatzsteigerung ist auf erfolgreiche Marktbearbeitung, Inflationsentwicklungen sowie die Wietersdorfer-Beteiligung am Halbleiterzulieferer Sico Technology zurückzuführen. Die USA blieben mit einem Umsatzanteil von 15 Prozent weiterhin einer der bedeutendsten Einzelmärkte, verzeichneten jedoch nach einem starken Vorjahr einen Rückgang von 7,7 Prozent. Am US-Markt verkaufte die Wietersdorfer Gruppe 2025 zwar mehr Laufmeter an GFK-Rohren, jedoch wurde der Verkaufspreis durch sinkende Rohstoffpreise gedrückt. Italien entwickelte sich mit einem Umsatzanteil von 13,5 Prozent und einem Plus von 37,9 Prozent besonders positiv. Hier spielte die Übernahme des italienischen Zementwerkes Fanna eine besondere Rolle. Deutschland trug 13,1 Prozent zum Gruppenumsatz bei, Slowenien 12,6 Prozent. Spanien legte um 59,7 Prozent zu und profitierte insbesondere von Bewässerungsprojekten und dem Ausbau des Industriegeschäftes. Der Gruppenumsatz lag mit rund 1,09 Milliarden Euro nur leicht unter dem Vorjahr. „Europa blieb trotz herausfordernder Rahmenbedingungen der relevanteste Markt, während internationale Projektmärkte stärker von öffentlichen Investitionszyklen, Preis- und Währungsschwankungen geprägt waren“, betont Hannes Gailer, CFO der Wietersdorfer Gruppe.

Rohrsysteme bleiben strategische Internationalisierungsplattform

GFK- und PP-Rohrsysteme erzielten zusammen einen Umsatz von 519,7 Millionen Euro und standen damit für knapp die Hälfte des Gruppenumsatzes. Sie sind eng mit globalen Zukunftsthemen wie Trink- und Abwasser, Bewässerung, Entsalzung, Energieversorgung und Infrastrukturausbau verbunden.

Gleichzeitig zeigte sich 2025 erneut die hohe Volatilität internationaler Projektmärkte. Das Auslaufen einzelner Großprojekte aus dem Vorjahr, Preis- und Margendruck, erhöhter Wettbewerbsdruck, Währungseffekte sowie regionale Ausschläge beeinflussten die Entwicklung insbesondere im Geschäftsfeld GFK-Rohrsysteme. „Der weltweite Bedarf an leistungsfähiger Wasser-, Abwasser-, Bewässerungs- und Energieinfrastruktur bleibt weiterhin hoch. Das zeigt sich zum Beispiel am US-amerikanischen Markt: 2025 haben wir mehr Laufmeter GFK-Rohre verkauft als im Vorjahr. Genau hier liegen langfristige Chancen für unsere Rohrsysteme“, so Junghans.

 

Mehr dazu im pdf: Presseaussendung Wietersdorfer Gruppe Geschäftsjahr 2025

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Management.jpg: (Copyright: Wietersdorfer/Sabine Biedermann): Trotz schwieriger Rahmenbedienungen blicken Michael Junghans (CEO) und Hannes Gailer (CFO) auf ein stabiles Geschäftsjahr 2025 zurück.
Brasilien.jpg: (Copyright: Wietersdorfer): Die Wietersdorfer Gruppe baut weltweit Trinkwasserversorgungssysteme wie hier in Brasilien.
Deutschland.jpg: (Copyright: Amiblu): GFK-Rohrsysteme der Wietersdorfer Gruppe kommen auch beim Bau eines LNG-Terminals in Deutschland zum Einsatz.
Italien.jpg: (Copyright: Alpacem): Zement aus der Wietersdorfer Gruppe kam bei Bau der Bob- und Rodelbahn in Cortina d’Ampezzo in Italien zum Einsatz.

 

Über die Wietersdorfer Gruppe

Die Wietersdorfer Gruppe (WIG Wietersdorfer Holding GmbH) mit Hauptsitz in Klagenfurt (Österreich) ist ein Industrieunternehmen in der Baustoff- und Rohrbranche. Zu den Geschäftsfeldern des Unternehmens zählen Zement & Beton, Kalk, Industriemineralien, GFK-Rohrsysteme und PP-Rohrsysteme. Mit ihren Tochterunternehmen Alpacem, InterCal, Amiblu, Hobas, O-tek, POLOPLAST und Calcit sowie ihren Beteiligungen ist die Wietersdorfer Gruppe in 76 Ländern vertreten. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen im In- und Ausland 3.783 Mitarbeiter, ist an 121 Produktions- und Vertriebsstandorten aktiv und erwirtschaftete im Jahr 2025 inkl. Beteiligungsunternehmen einen Umsatz von 1.091 Mio. EUR. Das Unternehmen ist seit seiner Gründung im Jahr 1893 durch Philipp und Gottlieb Knoch zu hundert Prozent in Familienbesitz.

 

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Mag. Michaela Hebein
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